Einblicke in die Windkraftauschreibungen 2025
Robuste Ergebnisse und sinkende Preise markieren ein erfolgreiches Jahr für die Ausschreibungen der Windkraft an Land.
2025 war ein erfolgreiches Ausschreibungsjahr für die Windenergie an Land
Das Angebot an Windenergie wird wachsen
Die Ausschreibungen der Bundesnetzagentur haben das Ziel die besten Gebote für das ausgeschriebene Volumen an Nennleistung zu erreichen. Wichtig hier ist, dass zunächst grundsätzlich genug Nachfrage besteht, um das Ausschreibungsvolumen voll abzudecken. Der zweite Faktor ist der Preis für den erzeugten Strom, der den Windkraftanlagenbetreibern garantiert wird. Dieser wird tendenziell geringer, wenn mehr Gebote abgegeben werden und damit mehr Konkurrenz um einen Zuschlag herrscht.
Diese Konstellation zeigt für 2025 ein positives Bild. In den folgenden Datenvisualisierungen können wir gut erkennen, dass 2025 ein Rekordjahr in der Menge der Zuschlagsmenge war. Außerdem ist die Nachfrage an den Ausschreibungen stark gewachsen und der durchschnittliche Preis gefallen.
Die Zuschlagsmenge der letzten Jahre
2025 markiert einen Rekord in der Zuschlagsmenge für Windenergie an Land
Zuschlags- und Gebotsmenge im Vergleich zum Ausschreibungsvolumen
Im letzten Jahr ist die Nachfrage an Windkraftprojekten stark gestiegen, wie an dem Anstieg der Gebotsmenge gut zu erkennen ist. (Für bessere Sichtbarkeit können einzelne Datenpunkte auf der Legende abgewählt werden)
Und wie viel kostet der Windstrom nun?
Nachdem ab der Februarausschreibung 2023 das Ausschreibungsvolumen deutlich anstieg, ist damit auch der durchschnittliche Preis je kWh stark gestiegen. Hier ist klar zu sehen, dass das Ausschreibungsvolumen größer als die Gebotsmenge war, was den Preis nach oben getrieben hat.
Dank gestiegener Nachfrage ist der Preis seit Ende 2024 wieder gesunken und erreichte mit der letzten Ausschreibung 2025 wieder das alte Niveau. Trotz eines noch höheren Ausschreibungsvolumens als im Februar 2023 übertrifft die Gebotsmenge nun diese. Damit hat sich im Vergleich zur Phase vor 2023 die Zuschlagsmenge vervierfacht, ohne den Preis langfristig nach oben zu treiben. Ein starkes Signal!
Preisentwicklung bei Windkraftausschreibungen
Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg des Preises, ist er in der letzten Ausschreibung 2025 wieder auf das alte Niveau abgefallen.
Windenergie auf einem guten Weg
Die erfolgreichen Ausschreibungen für 2025 werden naturgemäß den Ausbau der Windenergie in den nächsten Jahren beschleunigen. Allgemein sind die Grundvoraussetzungen gerade sehr gut. Die Nachfrage steigt, der Preis sinkt und die Menge steigt. Wenn diese Dynamik auch für 2026 beibehalten wird, werden wir hoffentlich wieder neue Rekorde sehen.
Am Ende liegt das aber auch in den Händen der Politik. Dieses Wachstum darf nicht schon wieder abgewürgt werden, wie damals bei der berühmten Altmaierdelle. Erneuerbare Energien haben durch ihre Volatilität gewisse Herausforderungen, insbesondere in der Energiespeicherung. Der sich abzeichnende Boom bei Batteriespeichern kommt hier aber genau zum richtigen Zeitpunkt um einen Unterschied zu machen.